Wir aber werden an Emil erinnern

rainStein ist seit 2009 am Ball. Damals entdeckten wir für uns den vermutlich größten Wissenschaftler, den Deutschland je hatte: Emil Fischer. Groß in der wissenschaftlichen Bilanz, im Umfang wie im Fortschritt seiner  chemischen Forschung, in der Gründlichkeit und Tiefe, in der Vernetzung mit Industrien und anderen Forschungsfeldern, der Anwendung in der Praxis und dem Hereinbringen seines ungeheuren Wissens in Schulen und Universitäten: was mit der Zukunft werden würde, trieb ihn an. Und doch war er viel mehr als dies – er war ein liebender, engagierter, verzweifelt ringender Vater, der seine drei Söhne erziehen und stärken wollte, mußte, denn die Mutter starb viel zu früh. Er war viel, viel mehr — ein Freund, ein hingebungsvoller Sohn, ein kluger Mann, einer der Klügsten und Stärksten, den wir je hatten — ein dabei leider kranker, schließlich schwerkranker Mann. Er war auch einer, der am politischen Geschehen litt, der versuchte, mit allen Kräften zu helfen … auch der Demokratie in Deutschland zur Entstehung zu verhelfen. Ein Gr0ßer, den wir ehren, durch den wir uns geehrt und gestärkt fühlen, den wir gern in unserer Mitte haben, den wir bekannt machen wollen. Wir werden seiner gedenken, nicht nur jetzt, in seinem 100. Todesjahr — wo sich, wie es aussieht, niemand um den seinerzeit berühmtesten Deutschen schert, niemand in Medien und Land, das ihm so viel verdankt. Wir aber werden ihn noch in diesem Herbst mit einer Gedenkstunde ehren.