Verena von Hammerstein

Foto: Gundi Abramski

Verena von Hammerstein starb heute Morgen (25.06.2021). Mit ihrer charakteristischen Stimme, ihrer klaren Diktion und ihrem konzentrierten Blick wird sie den Besuchern unserer Lesungen in Erinnerung bleiben. Sie konnte erzählen! So, daß es mitnahm und fesselte und klärte. Wir waren ihr verbunden, noch ehe es rainStein gab. Sie war in die ersten Überlegungen zur Entstehung von rainStein involviert, war Mitinitiatorin dieses einstigen Mehrgenerationenprojektes. Wir wollten erinnern, den Wert von Erinnerung zeigen, auf neuen Wegen gemeinsam das realisieren, was heute „Erinnerungskultur“ genannt wird.

Zusammen machten wir Büchertische, hielten Lesungen, erst zuIngeburg Kähler. Frei – in zwei Diktaturen“, dann zu ihrem eigenen Buch: „Verena von Hammerstein und ihre jüdischen Freundinnen“. Wir nahmen ihren FilmIch hätte keine Angst“ auf.

Verena von Hammerstein hat ein volles Jahrhundert gelebt, Zeitgeschichte bewußt und engagiert erlebt. Sie hat an vielen Orten, auf vielen Ebenen versucht, das Ihre zu tun, damit die Welt nicht so bliebe, wie sie sie zu Zeiten des Dritten Reiches (von der Schweiz aus) sehen mußte. Verena hat auf Gott gehofft und, trotz aller Zweifel, auf ihn gesetzt. Sie ging, voller Segenswünsche für diese Welt und uns alle, sie ging, umgeben von Liebe.

Verena erzählt von ihren jüdischen Freundinnen